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Unser erster Bearded Collie kam 1987 ins Haus, ein blauer Rüde aus dänischer Zucht. Er war kein Ausstellungshund, und wir hatten ihn auch nicht zu diesem Zweck angeschafft.
Bis zu seinem allzu frühen Tod war er hier bei uns der Leithund, und er führte das Rudel, ohne seine Position je gewaltsam zur Schau zu stellen; er war ein fantastischer Familienhund.
Nach einem halben Jahr bekamen wir dann eine Hündin, ebenfalls aus dänischer Zucht. Der Züchter empfahl uns, sie auszustellen, und gleich bei der ersten Schau wurde sie zum „Best Baby“ gekürt. Das weckte unsere Faszination und spornte uns an, weitere Ausstellungen zu besuchen. Durch das Gemeinschaftserlebnis der Ausstellung gewannen wir auch viele neue Freunde und Bekannte in der Hundewelt.
1989 kam es in unserer eigenen Hundewelt zu einem einschneidenden Wandel. Man bot uns eine Scheidungshündin aus Deutschland an: Potterdale Calamity (Cindy). Sie war 2 ½ Jahre alt und entwickelte sich fabelhaft. Natürlich wurde auch sie im In- und Ausland ausgestellt, und ihre Ausstellungskarriere hat ihr viele Titel eingebracht. Besonders stolz sind wir auf ihren World-Winner-Titel 1990 in der Tschechoslowakei.
Unser Interesse an Hundeausstellungen war enorm gewachsen, sodass wir uns nun entschieden, einen Rüden aus
England
zu importieren: Potterdale Equality (Starka). Er war in dänischen und deutschen Ausstellungsringen ebenfalls erfolgreich und ist Vater mehrerer Würfe Welpen in Dänemark und Deutschland, ja sogar im weit entfernten Ungarn.
Wir hatten nicht vorgehabt, Züchter zu werden, aber nachdem uns andere Hundezüchter viele Male mit Nachdruck aufgefordert hatten, beschlossen wir, dass Cindy einen Wurf zur Welt bringen sollte.
Als wir nun entschieden, sie mit Shilstone Choir Boy (Bo) aus Holland zu paaren, da schallte es aus den Kulissen: „Nein, nicht schon wieder Bo!“
Bo war damals in Dänemark unglaublich häufig mit großer Ausstrahlung und herrlichen Bewegungen, die er an seine Nachkommen weitergereicht hat.
Aber unser A-Wurf zeigte, dass wir uns richtig entschieden hatten, und Cindy ist heute die Stammmutter unserer Zucht.
Vom A-Wurf, der am 13. Mai 1991 zur Welt kam, behielten wir eine schwarze Hündin namens Wipster’s Affection (Kimmi) und eine braune Hündin, Wipster’s Adventure (Coco).
Wipster’s Adventure (Coco) war eine richtig lebendige, freche Welpin, die liebend gern mit einem gelben Tennisball im Maul herumlief; ein Vergnügen, das sie bis zu ihrem Tod im Dezember 2003 hatte. Der Ball hatte den Vorteil, als Schalldämpfer zu fungieren.
Cocos Ausstellungskarriere verlief ähnlich wie die ihrer Mutter, einschließlich diverser Titel und 1995 dem Rang „Hund des Jahres“. Leider haben wir von Coco keine Nachkommen im Hause.
Kimmi wurde zweimal mit unserem importierten Rüden Potterdale Prospect (Oliver) gepaart. Oliver stammt von Potterdale Philosopher und Potterdale Personality ab.
Aus dieser Verbindung haben wir zwei weibliche Welpen behalten. Die eine ist Wipster’s High Light (Grace), die innerhalb eines Jahres sechs Zertifikate gewann und schon als 2-Jährige zum Hund des Jahres gekürt wurde; sie hatte die Ehre, auf der Ausstellung in Stepping (DK) unter der Preisrichterin Ruth Schott (England) mit 18 Monaten zur besten dänischen Hündin ernannt zu werden.
Grace hat zwei Würfe zur Welt gebracht. Aus dem ersten Wurf mit Alistair’s Quite a Man als Vater wäre insbesondere Wipster’s Lady Killer zu erwähnen.
Aus dem zweide Würfe mit Papaws Photo Finish als Vater, Rüden,- Wipster's Peacekeeper,
dänischer Champion wurde und 2008 die „Goldhündin“ des Jahres.
Von Kimmis zweitem Wurf behielten wir Wipster’s Join The Game (Mira), die auf ihrer dritten Ausstellung als 2-Jährige Rassenbeste wurde und später Champion und Bearded Collie des Jahres.
Mira hatte ebenfalls zwei Würfe, den ersten mit Orora’s Stevie Wonder im Besitz der Hummelwiese; davon behielten wir eine schwarze Hündin, Wipster’s Nice Nature, die als 2-Jährige dänischer Champion wurde und 2006 die „Goldhündin“ des Jahres.
Der zweite Wurf von Wipster’s Join The Game hat Master Piece zum Vater. Davon behielten wir die Welpin Wipster’s Quality of Life. Von diesem Wurf gibt es auch eine Welpin in Deutschland, Queen Lisa at Nonchalance.
Kurz nachdem Kimmi und
Coco
geboren waren, importierten wir eine Hündin aus
England
: Potterdale Dawn Chorus (Sophie), die aus der Ver
bindung von Orora’s Frank und Potterdale Psalm hervorgegangen war, und aus Sophies letztem
Wurf behielten wir die braune Hündin Wipster’s Keep On Dancing.
Außerdem importierten wir den Rüden Potterdale Quartet, die aus der Verbindung von Potterdale Ptolemy und Potterdale Polka.
Cindy hatte hier im Hause eine weitere Welpin, Wipster’s Delicious Design (Tootsie), deren Vater DKCH Potterdale Blue Denim war.
Eine blaue Hündin, die ebenfalls im Ausstellungsring erfolgreich war, besonders in der Junghundzeit, wo sie recht oft ausgestellt wurde, und die sowohl dänischer Champion wurde als auch Hund des Jahres gewesen ist.
Sie hatte leider nicht das Hobby, mit einem gelben Tennisball im Maul herumzulaufen; gelegentlich wäre ein Schalldämpfer bei ihr ganz angebracht gewesen.
Unser zuletzt importierter Bearded ist Potterdale
Danish Lady (Pjosker) aus der Paarung von Potterdale Privilege und Potterdale Pasadena.
Pjoskere hat bislang zweimal geworfen. Vom ersten Wurf behielten wir einen Rüden, Wipster’s Master Piece, dessen Vater Binbusy Quotation aus Schweden ist. . Master-Piece Top Winning in 2005, 2006.
Nun haben wir kurz erzählt, wie alles begonnen hat, und Lars hat Cindy inzwischen viele Male gesagt, dass er mit ihr eine teure Bekanntschaft gemacht hat, aber sie schaut dann nur zu ihm hoch und wedelt mit dem Schwanz – und alles ist vergessen.
Von den alten Hunden haben wir uns verabschiedet, weil sie eben alt wurden, aber in ihren Nachkommen, die sich hier umtun, begegnen uns doch einige ihrer Merkmale stets aufs Neue.
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